Unterhalb des "Willinger Berges" liegt der kleine Ort Oberwillingen. Die kleine
Dorfkirche "St. Martin" war bis 1878 die Mutterkirche der 3 Ortschaften
Behringen, Niederwillingen und Roda. Sie soll die älteste Dorfkirche der
umliegenden Orte sein, und war neben Branchewinda einer der wichtigsten
Unterschlüpfe für den berühmten Ritter Balthasar und seiner Mannen Anfang des
18. Jahrhunderts.
Des weiteren kann man im Ort das hydrologische Naturdenkmal, den "Spring"
besichtigen. Er wird vom Versickerungswasser der Ilm gespeist, welches in
Griesheim im karstigen Untergrund verschwindet. Sehenswert sind die
Trauerrotbuche an der Wipfrabrücke, die alte evangelische und die neuerrichtete
neuapostolische Kirche.
Über den Ort Oberwillingen gibt es folgende Sage:
Oberhalb des Ortes stand noch im vorigen Jahrhundert eine große Linde. Vom
Platz, auf welchem sie sich befand, wurde berichtet, dass hier vor langer Zeit
ein Kirchhof gewesen sein solle. An dieser Stelle hätte man die Verstorbenen der
zur Oberwillinger Pfarrei gehörenden Ortschaften begraben." Und es möchte sich
diese Sage dadurch bestätigt haben, dass vor einigen Jahren daselbst bei einer
Überschwemmung viele Menschenknochen aus der Erde herausgewaschen wurden."
(Quelle: Nach Hatham, A.H.A.: "Schloss und Dorf Elgersburg ...")